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Von Tap-to-Earn bis Casino-Bots: Wie Telegram zur Gaming-Plattform wurde

Von Tap-to-Earn bis Casino-Bots: Wie Telegram zur Gaming-Plattform wurde

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Anfang 2024 tippten Millionen Menschen auf eine virtuelle Münze. Das Spiel hieß Notcoin und lief direkt in Telegram. Spieler sammelten Punkte, die später in Krypto-Token umgewandelt wurden. Das einfache Prinzip brachte viele Nutzer erstmals mit Spielen im Messenger in Kontakt.

Inzwischen finden sich dort Clicker-Spiele, Multiplayer-Titel, Sportwetten und Casino-Bots. Möglich machen das Mini Apps und eingebundene Zahlungsdienste, darunter Krypto-Wallets.

Spiele, für die früher eine eigene App nötig war, lassen sich damit direkt in Telegram öffnen. Auch Telegram Casinos nutzen dieses Modell: Über Bots und Mini Apps verbinden sie Anmeldung, Einzahlung und Spiel innerhalb des Messengers.

Mini Apps: Die technische Grundlage

Mini Apps sind Webanwendungen, die direkt in Telegram laufen. Eine zusätzliche Installation entfällt. Für die Anmeldung können sie das bestehende Telegram-Konto nutzen.

Hinzu kommen Wallet-Dienste und die Anbindung an TON, The Open Network. TON ging aus einem Telegram-Projekt hervor, wird heute aber unabhängig weiterentwickelt. Über eingebundene Wallets lassen sich Kryptowährungen senden und empfangen. Seit 2024 bietet Telegram außerdem Stars als Zahlungsmittel für digitale Güter und Dienstleistungen an.

Entwickler können ihre Spiele so innerhalb von Telegram anbieten, ohne eine separate App in den App-Stores zu veröffentlichen.

Tap-to-Earn: Der Massenstart

Notcoin machte das Prinzip bekannt: Nutzer tippten auf ein Symbol und sammelten Punkte. Im Mai 2024 konnten sie diese in handelbare Token umwandeln.

Hamster Kombat griff das Modell auf und erreichte nach eigenen Angaben mehr als 300 Millionen Spieler. Solche Zahlen sagen allerdings wenig darüber aus, wie viele Nutzer dauerhaft aktiv bleiben oder tatsächlich Geld verdienen.

Die Aussicht auf Token lockte viele Spieler an. Dabei lernten sie auch Mini Apps und Krypto-Wallets kennen – Funktionen, die sich ebenso für andere Spiele nutzen lassen.

Vom Clicker zum Casino-Bot

Auch Casino-Anbieter nutzen diese Technik. Ein Bot dient als Einstieg, während eine Mini App Slots, Live-Tische oder Crash-Games anzeigt. Ein- und Auszahlungen erfolgen bei vielen Angeboten in Kryptowährungen.

Spieler müssen dafür keine separate Casino-App öffnen. Auch Support, Benachrichtigungen und Werbung lassen sich über Telegram abwickeln. Bei manchen Anbietern genügt für die erste Anmeldung das Telegram-Konto. Eine spätere Identitätsprüfung ist dadurch jedoch nicht ausgeschlossen.

Telegram vergibt selbst keine Glücksspiellizenzen. Ob ein Angebot am jeweiligen Standort erlaubt ist, hängt von der Zulassung des Betreibers ab.

Was die Entwicklung für Spieler bedeutet

Mit Mini Apps können Nutzer im selben Messenger chatten, spielen und Zahlungen abwickeln. Notcoin und Hamster Kombat machten diese Funktionen einem großen Publikum bekannt. Casino-Bots nutzen dieselben technischen Möglichkeiten.

Die einfache Bedienung sagt allerdings nichts über die Zuverlässigkeit eines Anbieters aus. Vor einer Einzahlung sollten Spieler prüfen, wer den Dienst betreibt, welche Lizenz vorliegt und welche Auszahlungs- und Bonusbedingungen gelten. Eigene Zeit- und Geldlimits helfen zudem, den Überblick zu behalten, wenn Spiele und Werbung direkt im Chat erscheinen.

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