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Styx: Blades of Greed im Test — ein Stealth-Comeback mit Ecken und Kanten

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Stealth-Games sind inzwischen selten geworden, umso mehr fühlt sich Styx: Blades of Greed wie ein gelungener Retro-Trip an. Fast zehn Jahre nach Styx: Shards of Darkness bringt Cyanide Studio den sarkastischen Goblin für ein weiteres Schleichabenteuer zurück.

Die Story knüpft direkt an den Vorgänger an: Styx führt eine kleine Crew an Bord eines Luftschiffs an und jagt mit einer zwergischen Piratenkapitänin sowie einem Ingenieur nach mächtigen Quarz-Fragmenten. Klingt spannend? Ist es auch – zumindest zu Beginn.
Styx’ Abhängigkeit von Quarz steht diesmal im Mittelpunkt. Gleichzeitig erfahrt ihr mehr über die Welt von Of Orcs and Men, vor allem über die Anfänge der Schwarzen Hand. Lange Zwischensequenzen und eher belanglose Dialoge bremsen aber das Tempo. Die Nebenfiguren bleiben wenig im Gedächtnis, und die Missionen wirken oft wie einfache Sammelaufgaben ohne große emotionale Wirkung.

Wo das Spiel punktet – und wo es hakt

Das Gameplay sticht am meisten heraus, wie auch viele andere Kritiken betonen. Offene Kämpfe bringen euch selten weiter – Planung und Geduld zählen mehr. Die Steuerung wurde verbessert: Mit Doppelsprüngen, Wandläufen und vertikalem Leveldesign habt ihr mehrere Wege, euch durch die Gebiete zu bewegen. Guards mit Klonen ablenken, ihr Essen vergiften oder Fallen stellen? Alles möglich: Das Spiel bietet viele Freiheiten zum Ausprobieren.
Dennoch läuft nicht alles rund. Wichtige Bewegungs-Upgrades schaltet ihr erst spät frei, dadurch fühlen sich die ersten Missionen eingeschränkt an. Die Umgebungen sind zwar weitläufig, wirken aber optisch oft monoton, und die Aufgaben drehen sich immer wieder ums Sammeln von Splittern.

Bei der Performance gibt es Licht und Schatten: Auf der PS5 läuft das Spiel stabil mit 60fps, ordentlicher Beleuchtung und gutem Sound. Auf dem PC ist die Performance wechselhaft, Handheld-Geräte kämpfen mit Instabilität und schnellem Akkuverbrauch. Dazu kommen Bugs, KI-Aussetzer und lange Ladezeiten – das hinterlässt einen etwas unfertigen Eindruck. Trotzdem: Styx: Blades of Greed liefert solides Stealth-Gameplay und landet bei 6,5 von 10 Punkten.

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