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Razer stellt Project Ava vor: KI-Gaming-Coach mit Grok-Technologie auf der CES 2026

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Da künstliche Intelligenz immer sichtbarer in der Consumer-Tech-Welt wird, stehen Gaming-Unternehmen unter Druck, KI alltagstauglich zu integrieren, ohne dabei ethische oder wettbewerbliche Grenzen zu überschreiten. Auf der CES 2026 präsentiert Razer mit Project Ava die eigene Antwort auf diese Herausforderung – als Gaming-Begleiter und täglichen Assistenten für alle, die viel Zeit am PC verbringen.

CEO Min-Liang Tan hat Ava als 5,5-Zoll-Hologramm-Einheit vorgestellt, die neben der Tastatur Platz findet. Über USB-C wird das Gerät mit Windows-PCs verbunden und nutzt zwei Fernfeldmikrofone, eine HD-Kamera sowie Umgebungslichtsensoren, um die Umgebung zu erfassen.

PC Vision Mode und Grenzen beim KI-Coaching

Mit dem sogenannten „PC Vision Mode“ kann Ava Bildschirmaktivitäten mit niedriger Latenz analysieren – so sind während der Arbeit und beim Gaming Reaktionen in Echtzeit möglich.

Die aktuellen Demos setzen auf Grok, aber laut Razer ist das System offen aufgebaut, sodass künftig auch andere KI-Modelle unterstützt werden könnten. Diese Flexibilität steht für eine Strategie, ein KI-Ökosystem aufzubauen statt nur ein Einzelprodukt zu entwickeln.

Beim Gaming versteht sich Ava als Coach und nicht als Automatisierungstool. Live-Demos zeigen taktische Tipps wie Positionierung, Zielen oder Timing, wobei Razer betont, immer die Spielregeln und Nutzungsbedingungen einzuhalten. Das ist entscheidend, da Standards von Spiel zu Spiel unterschiedlich sind.

Für den Alltag, aber noch offene Fragen

Auch außerhalb von Games unterstützt Ava euch im Alltag: Termine organisieren, Gewohnheiten tracken, Pausen vorschlagen – aber auch bei kreativen oder analytischen Aufgaben helfen und Inspirationen wie Essens- oder Outfitideen liefern. Gleichzeitig gibt es noch offene Fragen rund um Datenschutz, etwa wie Sensordaten verarbeitet werden und welche Kontrolle ihr darüber habt.

In den USA ist eine Reservierung gegen eine rückzahlbare Anzahlung von 20 US-Dollar (17 €) möglich, allerdings nur dort. Einen breiteren Start peilt Razer für die zweite Jahreshälfte 2026 an, doch zur Verfügbarkeit außerhalb der USA – auch in Deutschland – gibt es bisher keine Infos.

Bis Details zu Preis, unterstützten Spielen und Datenschutz feststehen, bleibt Project Ava eher ein Ausblick darauf, wie KI ins Gaming und den PC-Alltag einziehen könnte – und weniger ein fertiges Produkt.

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